Slowfood für Pferde – neuer Trend oder doch altbewährte Fütterungsmethode?

Pferde fressen von einem Rundballen, der mit Heunetz abgedeckt istWie Heunetze und Co. die Pferdefütterung revolutionieren

– Slowfeedingsysteme unter der Lupe –

Der Begriff Slowfood – also das Gegenteil zum Fastfood – steht für bewusstes Essen, schonende Zubereitung und ein Auseinandersetzen mit dem, was man so isst.

Warum dieses Konzept nicht nur für uns Menschen eine interessante und physiologische Variante der Ernährung darstellt, sondern auch für unsere Pferde, wollen wir hier näher beleuchten.

Jeder Pferdehalter setzt sich zwangsläufig mit der artgerechten Ernährung seines Vierbeiners auseinander. Slowfood ist allerdings keine Vokabel, die einem hierbei im ersten Moment besonders häufig über den Weg läuft. Vielleicht, weil es sich einfach nur um einen weiteren Anglizismus handelt, den man scheinbar nicht benötigt.

Oder aber, weil die Informationsdichte in diesem Bereich doch noch nicht so groß ist, wie zu hoffen gewagt und das deutsche Wort „Fressbremse“ eher negativ belegt ist. Auch wenn die meisten Pferdebesitzer sich mit der Ernährung ihres Vierbeiners augenscheinlich besser auskennen, als mit ihrer eigenen, gibt es hier dennoch Nachbesserungsbedarf.

Jeder Pferdebesitzer hat eine eigene Meinung zur optimalen Fütterung

Denn: Egal, wen man zu diesem Thema befragt, die Meinungen sind so vielfältig, wie die befragten Personen.

Also wollen wir hier auch keine spezifischen Fütterungsempfehlungen für DEIN Pferd geben, sondern vielmehr aufzeigen, was eine artgerechte Fütterung ausmacht und wie sie im heimischen Stall annähernd funktionieren kann.

Hierbei spielen Heunetze und andere Formen der Heubehälter eine große Rolle. Nur wer versteht, wie sein Pferd frisst und was Fresspausen mit ihm machen, der kann die Fütterung positiv beeinflussen.

Um dieses Verständnis zu bekommen, müssen wir in der Geschichte des Pferdes etwas zurückgehen.

natürliche Pferdefütterung durch Slowfeedersysteme
Die Nahrungsaufnahme bestimmt den größten Teil des Pferde-Tages

Während die Nahrungsaufnahme für die Vorfahren unserer heutigen Hauspferde wichtiger Bestandteil des Tagesablaufes war, so ist er heute noch viel mehr. Viele Hauspferde haben neben der täglichen Stunde Bespaßung durch den Reiter sonst nicht mehr viel zu tun, als zu fressen. Gerade Pferde aus Boxenhaltung können hier ein Lied von Langeweile singen.

Also müssen wir uns Gedanken machen, wie wir über die Nahrungsaufnahme zusätzlich Beschäftigung schaffen können.

Denn über die Fütterung beeinflussen wir nicht nur die Gesundheit und Leistungsbereitschaft unseres Vierbeiners, sondern haben auch Einfluss auf seine Tagesstruktur, Beschäftigung und Laune.

Die Fütterung hat direkten Einfluss auf das Wohlbefinden unserer Pferde

Wie das funktionieren kann und was man dafür tun kann, wollen wir im Detail klären.

Zunächst muss dazu einmal beleuchtet werden, wie ein Pferd überhaupt frisst.

Pferd grast, dabei ist die Oberlinie schön aufgedehnt
Die natürliche Fresshaltung des Pferdes – mit gesenktem Kopf, langsam im Schritt fortbewegend

Nun mag man sich denken, ist doch ganz einfach: Maul auf, Futter rein, fertig.

Ganz so einfach ist jedoch nicht.

Physiologisch haben Pferde als Steppentiere sich über Jahrmillionen dahingehend entwickelt, dass sie sich bei der Grasaufnahme langsam im Schritt und mit gesenktem Kopf fortbewegen.

Somit waren bzw. sind Pferde in freier Wildbahn also im Schnitt 16 Stunden mit der Nahrungsaufnahme – und der damit verbundenen Bewegung im Schritt – beschäftigt. Im Laufe der Jahrmillionen hat sich der Verdauungstrakt des Pferdes daran angepasst.

Ein Pferdemagen fasst nur etwa 15 Liter

Der mit 15 Litern Fassungsvermögen relativ kleine, einhöhlige Magen ist auf eine mehr oder weniger kontinuierliche Nahrungsaufnahme spezialisiert.

Große Mengen können und sollten nicht auf einmal gefüttert werden, um den Magen nicht zu überfüllen.

Genauso wenig kommt der Pferdemagen mit langen Fresspausen zurecht. Länger als 3-4 Stunden sollte er nicht „arbeitslos“ sein, um einer Überproduktion der Magensäure vorzubeugen.

Produziert der Magen nämlich über einen zu langen Zeitraum Magensäure, die ihrer Arbeit nicht nachgehen kann und somit „ins Leere läuft“, kann es schnell zu Magenschleimhautentzündungen, schlimmstenfalls zu Magengeschwüren oder gar -durchbrüchen kommen. Das sollte man bei der Pferdefütterung immer im Hinterkopf behalten.

Inzwischen ist auch bekannt, dass viel mehr Pferde als ursprünglich gedacht unter Magenproblemen leiden. Bei Abgeschlagenheit und geminderter Leistung des Pferdes könnte die Fütterung also ein erstes Indiz liefern, ob der Magen als Ursache in Frage kommt.

Wie sieht die Pferdefütterung zuhause aus?

Aufgrund seiner evolutionsbedingten Entwicklung sollten Pferde also lieber längeren Zugang zu Futter haben, dafür aber gerne auch nur geringe Mengen.

Ideal ist hierfür natürlich die Weidehaltung. Sie kommt der ursprünglichen Nahrungsaufnahme einfach am nächsten.

Pferdefütterung
Weidehaltung kommt der natürlichen Lebensform des Pferdes am nächsten

Außerdem dehnt das Pferd durch die ständige Abwärtshaltung der Kopf- und Halspartie und die kontinuierliche langsame Schrittbewegung automatisch seine Oberlinie und die Rückenmuskulatur. Ein Effekt, der sich beim Reiten definitiv positiv bemerkbar macht.

Doch leider ist Weidehaltung in den meisten Fällen – wenn überhaupt – nur in einer Hälfte des Jahres tatsächlich möglich.

Zieht man dann noch die Anweidezeiten, Schlechtwetterperioden, Krankheitsphasen und andere unvorhergesehene Zeiten ab, in denen das Pferd nicht auf der Koppel stehen kann, so bleibt nicht mehr viel Zeit für unkomplizierte artgerechte Fütterung.

Weidehaltung kommt der optimalen Fütterung am nächsten – ist nur nicht immer möglich

Berücksichtigt man jetzt noch die natürlichen Hauptfressperioden eines Pferdesvom Morgengrauen bis zur Mitte des Vormittages und von der Abenddämmerung bis etwa Mitternacht – so scheint Fütterung plötzlich zu einem sehr komplizierten Faktor zu werden.

Glücklicherweise sind inzwischen einige Menschen auf höchst praktikable Lösungen gekommen, um dieses Problem nicht ausarten zu lassen.

Wenn man einkalkuliert, dass ein normales Pferd im Durchschnitt ca. 1 kg Heu pro 100 kg Lebendmasse (LM) benötigt, so kann man sich die Ration, die das eigene Pferd benötigt, gut ausrechnen.

Slowfood für Pferde - Heunetze
Jedes Pferd hat einen individuellen Energiebedarf – je nach Größe, Alter und Trainingsstand

Ein Warmblüter mit 600 kg LM benötigt über den dicken Daumen gepeilt also ca. 6 kg Heu pro Tag.

Bedenken sollte man hierbei allerdings auch den Nährstoffgehalt des Heus oder auch der Silage. Dieser ist je nach Schnitt, Länge der Heufasern und Energiedichte sehr unterschiedlich.

Hilfreich kann da durchaus eine Analyse des Futtermittels sein, um sicherzugehen. Wer sich diese Mühe nicht machen möchte, bzw. wer zu oft unterschiedliche Qualität beim Heu bekommt, der hat die Möglichkeit, über genaue Beobachtung seines Pferdes die Lage einzuschätzen.

Eine Analyse des Heus kann Aufschluss über den Nährstoffgehalt geben

Ändern sich Gewicht und Leistungsbereitschaft? Wie arbeitet die Verdauung? Neigt das Pferd mehr zu Durchfall oder gar Koliken? In diesen Fällen sollte die Analyse des Futters dann doch durchgeführt werden und Aufschluss liefern können.

Natürlich kann der individuelle Bedarf eines Pferdes durchaus von diesem Richtwert abweichen. Beobachten Sie Ihr Pferd also immer genau und versuchen Sie zu beurteilen, wie hoch sein individueller Bedarf ist.

Slowfood für Pferde - Heunetze
Turnierpferde haben einen höheren Energiebedarf als Freizeitpferde

Ein Turnierpferd hat mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit einen höheren Energie- und damit Heubedarf als ein Beistellerpony, das zweimal die Woche ins Gelände zottelt.

Jedes Pferd ist anders, und muss daher individuell betrachtet werden.

Ähnlich verhält es sich bei Heustauballergikern. Manch ein Pferd reagiert auf staubiges Heu sehr heftig. Für diese Pferde muss das Heu dann gewässert oder noch besser gewaschen werden.

Jeder Stall hat seine eigene Fütterungsstrategie

Wie genau läuft nun aber die Fütterung der Pferde in den meisten Ställen normalerweise ab?

Entweder bekommen die Pferde morgens und abends eine Ration Heu oder es steht ihnen den ganzen Tag über welches zur Verfügung. Diese Form nennt man übrigens „ad libitum“. Das ist Latein und bedeutet soviel wie „zur freien Verfügung“.

Pferde zertrampeln das Heu, statt es zu fressen und verursachen so hohe Kosten
Heu ad libitum – plus die dazugehörige Verschwendung?

Sicherlich gibt es auch noch viele Abstufungen dazwischen – hier spielen ja auch die grundlegenden Haltungsbedingungen eine Rolle, sowie die Jahreszeit und Beschäftigung des Pferdes.

Doch eines haben die meisten dieser Fütterungsmethoden gemeinsam: Sie sind weder optimal individuell auf das jeweilige Pferd abgestimmt, noch haben sie viel mit einer natürlichen und artgerechten Fütterung zu tun.

Der Alltag zeigt vielmehr Folgendes:

Entweder bekommen die Pferde zu wenig oder falsch portioniertes Heu, wodurch unangenehm lange Fresspausen entstehen, die wiederum schlecht für den Magen sind. Oder sie leben im wortwörtlichen Überfluss und asen mit ihrem Futter herum, was zu hoher Verschwendung und damit verbundenen Kosten führt.

Bekommen Pferde Heu zur freien Verfügung, können die Verluste immens sein

Zertrampeltes Heu, das fälschlicherweise als Einstreu missbraucht und volluriniert wird und selbstverständlich anschließend nicht mehr gefressen wird, ist an der Tagesordnung. Groß sind so die Verluste des guten Futtermittels und Stallbetreiber und Einsteller ärgern sich über die so entstandenen Kosten.

Leichtfuttrige Pferde gehen bei Heu ad libitum mitunter auch auf, wie die sprichwörtlichen Hefekuchen.

Zwar ist Heu zur freien Verfügung in den meisten Fällen deutlich besser, als kleine Rationen, die schnell verputzt sind, aber Leben im Überfluss ohne Gegenleistung kann ebenso kontraproduktiv sein.

Heu mehr als Einstreu, statt als Futter – auf Dauer sehr kostspielig

Außerdem sind viele Heuraufen zu hoch angebracht und es entsteht neben der mangelnden Bewegung eine falsche Fresshaltung, die auf Dauer der Muskulatur, dem Skelett und dem Bänder- und Sehnenapparat des Pferdes schadet.

Nun kann man aber weder als Stallbetreiber noch als Pferdebesitzer den ganzen Tag neben seinem Pferd stehen und ihm portionsweise die Heuhalme auf Erdhöhe in einigen Zentimetern Abstand anreichen. Wenngleich die Vorstellung amüsant sein mag, kann dies niemand leisten.

Der Fütterungsaufwand muss im sich im Rahmen halten, damit er bezahlbar bleibt

Ebenso muss man bedenken, je mehr Aufwand für die tägliche Fütterung aufgewendet werden muss, desto weniger Zeit bleibt dem Besitzer entweder für die Bespaßung seines Vierbeiners, oder desto höher werden die Einstellerkosten, wenn der Stallbetreiber den Aufwand übernimmt.

Dazu kommt natürlich auch noch, dass gerade Pferde mit einer hohen Verweildauer in der Box häufig mit Langeweile konfrontiert sind. Die ursprüngliche Tagesbeschäftigung – Fressen und dabei fortbewegen – sind ihm gänzlich gestrichen. Diese Pferde inhalieren ihre Portion Heu meist nur so.

natürliche Pferdefütterung bei Boxenpferden
Langeweile in der Box? Slowfeeder können helfen!
Kurze Fresszeiten, lange Fresspausen und Verdruss wegen Langeweile sind die Folgen.

Also ist es durchaus sinnvoll, zeitsparende, praktikable Lösungen für den individuellen Einzelfall zu finden. In Form von Aktivställen und Futterstationen mögen diese Lösungen durchaus existieren. Hier wird nicht nur die Fresszeit über immer wiederkehrende kleine Portionen reguliert, sondern auch die Bewegung des Pferdes über lange Laufwege.

Ein Idealfall.

Aktivställe sind für die Fütterung meist das Non-Plus-Ultra

Leider sind nur wenige Ställe so ausgestattet, die Plätze also begrenzt, und die Preise sind oftmals nicht für jeden erschwinglich.

Was also tun, um das Pferd trotzdem möglichst natürlich zu füttern, dabei den Verlust des Heus so gering wie möglich zu halten und gleichzeitig die Langeweile zu bekämpfen?

Die Hoffnung: Es gibt Mittel und Wege, die keine hohen laufenden Kosten erzeugen und dennoch die meisten Wünsche für die Fütterung erfüllen.

Die Rede ist von Heunetzen und allem, was noch in diese Kategorie passt.

Es gibt mittlerweile eine große Produktpalette an Heunetzen, Aufhängungsmethoden und Behältern zu kaufen, in denen Heu verfüttert werden kann. Das klassische Heunetz ist den meisten Reitern ein Begriff.

Üblicherweise ist es DAS Mittel der Wahl bei Hängerfahrten.

Nicht nur bei der Hängerfahrt top: das klassische Heunetz

Es wird mit Heu befüllt, in den Pferdeanhänger gehängt und sorgt für eine praktische Heuversorgung unterwegs. Doch nicht nur im Hänger, sondern auch im Stall lässt sich ein solches Heunetz prima verwenden.

Heunetz auf dem Turnier
Mit im Anhänger ist neben dem Pferd das klassische Heunetz als ständiger Begleiter

Schauen wir uns einmal die grundlegenden Vor- und Nachteile von Heunetzen an.

Heunetze bestehen im Normalfall aus einem reißfesten Kunststoff – meist Polyester – und sind in regelmäßige Maschen geknotet. Die größten Unterschiede liegen in der Maschenweite und der grundlegenden Größe – sprich der Füllmenge – des Heunetzes. Die Maschenweiten liegen zwischen 3x3cm bis 8x8cm in den verschiedenen Abstufungen.

Was hier bevorzugt wird, hängt von mehreren Faktoren ab.

In den Maschen des Heunetzes können Pferdehufe hängen bleiben

Jede Masche hat das Risiko, dass ein Pferd mit dem Huf darin hängenbleibt und sich schwer verletzt. Dies sollte man bei der Benutzung von Heunetzen immer im Hinterkopf haben. Auch die vermeintlich kleinen Maschen von 3x3cm können für beschlagene Pferde, Ponys oder Fohlen zur Gefahr werden.

1x Heunetz Pferde extra engmaschig 3cm Netz + 1x Karabiner artgerechte Fütterung verbessert Verdauung & Wohlbefinden der Tiere Heu Gras Futter Stroh Futternetz Heusack 4,5 kg Füllgewicht
Busse Heunetz Professional, groß, Black
Shires Deluxe Heunetz / Beschäftigungsnetz (Marineblau/Babyblau, 6.5)
Busse Heunetz Spezial, groß, schwarz
Hersteller
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Preis
15,95 EUR
16,28 EUR
21,95 EUR
6,90 EUR
Maschengröße
3,5x3,5 cm
3,5x3,5 cm
5x5 cm
8x8 cm
Füllmenge
ca. 6 kg
ca. 8-12 kg
ca. 10kg
ca. 8 kg
1x Heunetz Pferde extra engmaschig 3cm Netz + 1x Karabiner artgerechte Fütterung verbessert Verdauung & Wohlbefinden der Tiere Heu Gras Futter Stroh Futternetz Heusack 4,5 kg Füllgewicht
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8x8 cm
Füllmenge
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Natürlich hängt das auch von der Höhe ab, in der das Heunetz befestigt wird.

Aufgrund der natürlichen Fresshaltung mit dem Kopf dicht am Boden sollte das Heunetz also nicht zu hoch aufgehängt werden. Man sollte hier individuell Nutzen und Risiko abwägen, ob das Pferd mit den Hufen in die Maschen geraten könnte.

Eine gute Richtlinie ist es, das befüllte Heunetz auf Höhe des Buggelenkes aufzuhängen.

Hierbei muss das Pferd den Kopf etwas senken, kommt aber vielleicht weniger auf die Idee, das Netz mit dem Huf bearbeiten zu wollen. Gänzlich ausschließen lässt sich ein Risiko nie, gerade wenn Heunetze in Gruppen angebracht werden.

Orientierungspunkte hierbei wären ein Mittelwert der Pferdegrößen und die kleinsten Hufe als Referenz.

Die Maschenweite hat direkten Einfluss auf das Fressverhalten

Es gibt durchaus Pferde, die aus besonders engmaschigen Heunetzen nicht fressen. Sei es aus fehlender Motivation, zu großer Frustration oder schlichtweg mangelnder Ideen, wie man an das Heu kommen könnte.

Man sollte sein Pferd also unbedingt beobachten, wenn man es die ersten Male mit einem Heunetz füttert. Mit einer mehrere Tage dauernden Eingewöhnungsphase muss man rechnen.

Slowfood für Pferde Heunetz
Größere Maschen animieren zum Fressen

Manchen Pferden fehlt schlicht die Fantasie, wie sie das Heu aus dem Netz puhlen sollen. Abhilfe schaffen hier ein paar herausgezupfte Halme, die dem Pferd die Richtung weisen.

Auch sollte man zu Beginn die Netze nicht zu prall füllen, damit sie sich leichter leerzupfen lassen. Verschmäht ein Pferd das Heu aus engmaschigen Netzen komplett, ist es ratsam, ein Heunetz mit der nächstgrößeren Maschenweite auszuprobieren. Ist das Pferd gleich zu Beginn zu schnell frustriert, schaut es das nächste Heunetz möglicherweise gar nicht mehr an.

Wieder andere Kandidaten sind der Meinung, dass die Maschengröße lediglich eine freundliche Empfehlung ist, die nach Belieben vergrößert werden können.

Manche Pferde wären lieber Nager geworden

Wessen Pferd also als Nagetier durchgehen kann, der sollte sich besser für eine Alternative entscheiden oder das Heunetz nach Leerung direkt wieder entfernen. Bei solchen Spezialisten hat auch die Qualität des Heunetzes keinen größeren Einfluss auf seine Lebensdauer.

Man sollte generell NICHT damit rechnen, dass ein einmal angeschafftes Heunetz ein Pferdeleben lang hält – außer man benutzt es nicht.

Es handelt sich hierbei vielmehr auch um Nutzgegenstände, die eine gewisse Lebenserwartung haben. Je nach Stärke der Nutzung kann es durchaus auch bei qualitativ hochwertigeren Produkten sein, dass diese nur eine Saison überleben.

Dies ist nicht unbedingt ein Mangel, sondern nicht zu vermeiden.

Neben den klassischen sackartigen Heunetzen gibt es jedoch auch noch Alternativen.

Heunetze:

Vorteile

  • praktische Fütterung unterwegs (Anhänger, Turnier, etc.)
  • günstig
  • in den unterschiedlichsten Größen und Maschenweiten erhältlich
  • kann sowohl in der Box, als auch draußen verwendet werden
  • lässt das Pferd langsamer fressen, sodass weniger Fresspausen und mehr Kauanschläge entstehen
  • weniger Heuverlust durch Zertrampeln

Nachteile

  • in den Maschen des Heunetzes können Hufe oder Hufeisen hängenbleiben
  • ein stark schwingendes Netz oder zu kleine Maschen sorgen für Futterfrust
  • die Befüllung ist ohne Hilfsmittel fummelig und zeitraubend
  • nicht geschützt vor Verbiss

Festmontierte Heunetze schwingen weniger umher

Einige Heunetze lassen sich entlang der Boxenwände fest montieren und auch dort befüllen. Sie sind zumeist tiefer angebracht und haben ein höheres Fassungsvermögen als ihre runden Kollegen.

Heunetz als Slowfeeder Netz, Pferdefütterung
Festmontierte Slowfeedernetze können dichter am Boden in physiologischer Fresshöhe des Pferdes angebracht werden

Diese Variante hat den Vorteil, dass Pferde, die mit dem Schwingen des Heunetzes nicht zurechtkommen, trotzdem aus dem Netz gefüttert werden können, ohne zu frustriert zu sein.

Allerdings besteht hier erhöhte Gefahr, mit den Hufen oder Hufeisen hängenzubleiben, wenn das Pferd zum Scharren neigt.

Nedlandic Quality Horse Supplies Slowfeeder, 200 cm x 100 cm, Maschenweite 6 cm
Reitsport Amesbichler Harry`s Horse Heunetz Slowfeeder ECO weiß Gr. L 120x90 cm
CG Heunetze Engmaschig S 4,5cm Maschenweite - 1 m - 0,90 m inkl. geschütztem System Zum Öffnen und Verschließen
Hersteller
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CG Heunetze Engmaschig S 4,5cm Maschenweite - 1 m - 0,90 m inkl. geschütztem System Zum Öffnen und Verschließen
Preis
62,95 EUR
28,59 EUR
39,00 EUR
Größe
200 cm x 100 cm
120 cm x 90 cm
90 cm x 100 cm
Maschenweite
ca. 6x6 cm
ca. 3x3 cm
ca. 4,5x4,5 cm
Nedlandic Quality Horse Supplies Slowfeeder, 200 cm x 100 cm, Maschenweite 6 cm
Hersteller
Nedlandic Quality Horse Supplies Slowfeeder, 200 cm x 100 cm, Maschenweite 6 cm
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CG Heunetze Engmaschig S 4,5cm Maschenweite - 1 m - 0,90 m inkl. geschütztem System Zum Öffnen und Verschließen
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Maschenweite
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Für diese an der Wand befestigten Netze hat sich übrigens der Name „Slowfeeder“ bereits etabliert.

Wem für die Box weder das klassische Heunetz noch der Slowfeeder für die Wand zusagt, der hat trotzdem noch Möglichkeiten, seinem Pferd mit Beschäftigung und langsamem Fressen etwas Gutes zu tun.

Slowfeeder/festmontierte Heunetze:

Vorteile

  • Netz schwingt nicht, das Pferd kann in Ruhe fressen
  • weniger Heuverlust durch Zertrampeln
  • lässt das Pferd langsamer fressen, sodass weniger Fresspausen und mehr Kauanschläge entstehen
  • das Auf- und Abhängen wie beim Heunetz entfällt

Nachteile

  • ist die obere Öffnung nicht gut verschlossen, kann das Pferd einfach den Kopf hineinstecken und so fressen
  • erhöhte Gefahr des Hängenbleibens mit den Hufen, da es tiefer angebracht wird
  • Montage mitunter nicht überall einfach umzusetzen
  • Befüllung erfordert Übung und ist etwas komplizierter
  • nicht geschützt vor Verbiss

Heusäcke haben eine gitterartige Struktur, durch die Heu gezupft werden kann

Der Heusack ist eine Mischung aus klassischem Heunetz und Slowfeeder. Ist das Pferd mit dem Hin- und Herschwingen des Heunetzes überfordert, neigt aber beim Slowfeeder zum Hängenbleiben, für den ist vielleicht der Heusack bzw. die Heutasche die Lösung.

Hierbei handelt es sich quasi um eine Mischung der beiden anderen Produkte: Eine Tasche aus reißfestem Kunststoffmaterial, die entweder mit einer Art Gitter versehen ist, aus dem gefressen werden kann oder aber ein großes Loch zum Herauszupfen des Heus hat.

NETPROSHOP Slow Feeder Gitter Heusack groß aus starken 600D Nylon Farbauswahl
Reitsport Amesbichler Harry`s Horse Heusack Heutasche Heunetz ORANGE Futtertasche Futtersack Heubeutel mit vielen Freßöffnungen, Starke Ausführung groß Breite: 52 cm, Höhe: 70 cm, Tiefe: 17 cm
Kerbl 3280 Heusack, schwarz, ca. 65 x 50 cm
Amesbichler HorseGuard Heusack | Heutasche | Heunetz | Futtersack |Sack für Heu | Heusack mit Fressöffnung und Aufhängeringen
Hersteller
NETPROSHOP Slow Feeder Gitter Heusack groß aus starken 600D Nylon Farbauswahl
Reitsport Amesbichler Harry`s Horse Heusack Heutasche Heunetz ORANGE Futtertasche Futtersack Heubeutel mit vielen Freßöffnungen, Starke Ausführung groß Breite: 52 cm, Höhe: 70 cm, Tiefe: 17 cm
Kerbl 3280 Heusack, schwarz, ca. 65 x 50 cm
Amesbichler HorseGuard Heusack | Heutasche | Heunetz | Futtersack |Sack für Heu | Heusack mit Fressöffnung und Aufhängeringen
Preis
Preis nicht verfügbar
36,60 EUR
15,60 EUR
Preis nicht verfügbar
Füllmenge
ca. 7 kg
ca. 7 kg
k.A.
k.A.
Maschenweite
5x5 cm
5x5 cm
ca. 20 cm Durchmesser
ca. 20 cm Durchmesser
NETPROSHOP Slow Feeder Gitter Heusack groß aus starken 600D Nylon Farbauswahl
Hersteller
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Amesbichler HorseGuard Heusack | Heutasche | Heunetz | Futtersack |Sack für Heu | Heusack mit Fressöffnung und Aufhängeringen
Preis
Preis nicht verfügbar
Füllmenge
k.A.
Maschenweite
ca. 20 cm Durchmesser
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Der Heusack wird wie das Heunetz aufgehängt, lässt sich zum einen aber angenehmer befüllen, als normale Heunetze, und zum anderen schmiegt sich die Form besser an die Wand an. Demnach schwingt der Heusack nicht ständig hin und her und motiviert faulere Pferde trotzdem zum Fressen.

Auch bei dieser Variante gibt es unterschiedliche Maschenweiten und Füllgrößen. Die Gefahr des Hängenbleibens mit dem Huf soll beim Heusack auch geringer sein, als beim Heunetz.

Außerdem kann der Heusack – wie auch das Heunetz – draußen auf Paddock oder Weide aufgehängt werden. Beim Slowfeeder braucht man schon etwas speziellere Aufhängungsmethoden, da dieser ja eigentlich für die Anbringung an der Wand gedacht ist.

Heusäcke/Heutaschen:

Vorteile

  • komfortabler zu befüllen als ein Heunetz
  • schwingt weniger als ein Heunetz
  • kann drinnen und draußen genutzt werden
  • günstig
  • lässt das Pferd langsamer fressen, sodass weniger Fresspausen und mehr Kauanschläge entstehen

Nachteile

  • bei zu großer Maschenweite fällt trotzdem viel Heu heraus
  • nicht geschützt vor Verbiss
  • dreht sich der Heusack doch mal an der Wand, kommt ein ungeschicktes Pferd vielleicht nicht mehr ans Heu

Für Pferdebesitzer mit „Nagetieren“ eignen sich andere Produkte

Wer das Glück hat, statt eines Pferdes eher einen Nager im Stall stehen zu haben, für den sind die Netze oder Taschen fürs Heu eher nicht so gut geeignet. Zu groß wären die Verbissschäden und damit verbundenen Kosten.

Besitzer von solchen Tieren berichten, dass selbst die hochwertigen Heunetze ihren Pferden nur wenige Stunden bis Tage Stand hielten. Anschließend waren die Maschenweiten individuell vergrößert.

Wer also weiß, dass das eigene Pferd zu solch einem Verhalten neigt, der sollte nicht versuchen, ein Heunetz nach dem anderen zu bestellen und sich hinterher über die Qualität beklagen, sondern lieber eine produktive Lösung für sich finden.

Ähnlich wie bei Hundebesitzern, die ein Geschirr nach dem nächsten kaufen, weil ihr Hund diese immer durchbeißt, darf man hier auch als Pferdebesitzer nicht den Herstellern die Schuld geben.

Glücklicherweise haben die Hersteller sich die Erfahrungsberichte zu Herzen genommen und Strategien entwickelt, wie man auch Pferde mit ausgeprägtem Nageverhalten langsam und artgerecht füttern kann.

Heutoy und Heuspender Comfort sind sehr robust

Die Highlights aus dieser Kategorie sind wohl das Heutoy und der Heuspender Comfort.

Beide Systeme der Heubehälter ähneln sich, haben jedoch unterschiedliche Interessensschwerpunkte. Sie ähneln von der Form her einer Tonne mit Löchern, lassen sich von oben mit Heu oder Stroh befüllen und anschließend aufhängen.

Grundlegend sind sie uneingeschränkt für den Außenbereich empfohlen. Der Heuspender Comfort bekommt vom Hersteller jedoch keine Empfehlung für den Inneneinsatz. Vermutlich wäre der verbleibende Platz in einer Box zu gering.

HTG - Heu to go Der Neue Heubehälter: Heuspender Comfort für Pferde - Alternative und/oder Ergänzung zu Heunetzen und Heukörben
HeuToy - (aufgebaut Futtersack, Heutasche, Heunetz, Tonne für Heu in Grün
Hersteller
HTG - Heu to go Der Neue Heubehälter: Heuspender Comfort für Pferde - Alternative und/oder Ergänzung zu Heunetzen und Heukörben
HeuToy - (aufgebaut Futtersack, Heutasche, Heunetz, Tonne für Heu in Grün
Preis
99,00 EUR
Preis nicht verfügbar
Füllmenge
max. 10 kg Heu
ca. 5-7 kg Heu
Durchmesser
60 cm
44 cm
Höhe
100 cm
86 cm
Gewicht
3,8 kg
3,4 kg
Lochdurchmesser
22x70 mm, 8x54mm
70 mm
HTG - Heu to go Der Neue Heubehälter: Heuspender Comfort für Pferde - Alternative und/oder Ergänzung zu Heunetzen und Heukörben
Hersteller
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HeuToy - (aufgebaut Futtersack, Heutasche, Heunetz, Tonne für Heu in Grün
Hersteller
HeuToy - (aufgebaut Futtersack, Heutasche, Heunetz, Tonne für Heu in Grün
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Durchmesser
44 cm
Höhe
86 cm
Gewicht
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Beide Systeme benötigen recht viel Platz und eine extrem stabile Aufhängung. Außerdem können sie frei Schwingen, was wiederum die Pferde mehr zur Bewegung veranlasst. So wird die Hals- und Rumpfmuskulatur beim Fressen mittrainiert und bewegt.

Ein Flaschenzug erleichtert das Aufhängen enorm

Es empfiehlt sich, sowohl das Heutoy als auch den Heuspender über einen Seilzug aufzuhängen. Aufgrund des hohen Gewichtes der befüllten Behälter mit 7 respektive bis zu 10 kg Heu sollte man hier bei täglicher Nutzung durchaus auch an seinen eigenen Rücken denken.

Da die Möglichkeit besteht, das Heu in beiden Systemen auch angefeuchtet oder sogar nass zu verfüttern, muss man sogar mit noch mehr Gewicht rechnen.

Das Heutoy ist im Gegensatz zum Heuspender Comfort unten offen, da es nur mit sternförmig verlaufenden breiten Bändern verschlossen ist. Dies soll zur Folge haben, dass Heustaub nach unten durchfallen kann.

Slowfood für Pferde Heunetze
Für Heustauballergiker undenkbar – fressen direkt vom Ballen

Somit ist das System besonders für Heustauballergiker zu empfehlen. Auch, weil das Heu über die Löcher herausgezupft wird, die wegen ihrer Größe die Nüstern gut vor dem Staub abschirmen. Gleiches gilt allerdings auch für den Heuspender Comfort.

Durch Heutoy und Heuspender Comfort können Heustauballergien zurückgehen

Viele Pferdebesitzer berichten schon, dass ihre Allergikerpferde dadurch viel weniger mit Atemwegsproblemen zu kämpfen haben. Ein durchaus positiver Nebeneffekt, der den hohen Preis definitiv auch rechtfertigt.

Der Heuspender Comfort ist unten geschlossen, hat aber im Gegensatz zum Heutoy auch einen Deckel. Dieser muss beim Heutoy separat bestellt werden.

Beide Systeme sollten zum Befüllen idealerweise abgehängt werden. Das Befüllen ist bei beiden Modellen kinderleicht: Das Heu wird einfach durch die formstabile große Öffnung hineingegeben. Simpler kann Heufütterung kaum sein.

Passives Training für die Pferde dank des Mitschwingens der Heubehälter

Durch die Pendelbewegung, die beide Systeme machen, während das Pferd frisst, muss es seinen Kopf- und Halsbereich ständig in Bewegung halten, mitunter auch vom einen auf den anderen Huf wechseln.

Geschick ist gefragt, wenn der Behälter sich leert und das Heu zum Nachrutschen überredet werden muss. So ist das Pferd nicht nur lange beschäftigt, sondern auch von seiner Langeweile befreit. Die Fresszeit wird automatisch deutlich erhöht.

Die Reinigung ist auch denkbar einfach, da beide Modelle gut abgewaschen werden können und durch die Löcher auch kaum mehr Keime eindringen können. Die Fütterung vom Boden hat hier durch Verunreinigungen der Einstreu durch Kot und Urin eine deutlich höhere Keimbelastung aufzuweisen.

Das Material vom Heutoy ist laut Hersteller sehr robust, aber gleichzeitig flexibel, sodass es auch eine rabiate Behandlung durch Pferdehufe oder -zähne problemlos verzeiht.

Wer es nicht bevorzugt, das Heu zur Fütterung in Einzelportionen abzufüllen, weil es sich um eine Gruppenhaltung handelt, für den gibt es auch noch einige Tipps und Tricks.

HeuToy/Heuspender Comfort:

Vorteile

  • das Befüllen ist sehr leicht und zeitsparend
  • Heustauballergien können vermindert werden
  • das Pferd frisst nicht nur langsamer, sondern ist auch beschäftigt – es muss Strategien entwickeln, um an das Heu zu kommen
  • passives Training der Muskulatur beim Fressen
  • lässt das Pferd langsamer fressen, sodass weniger Fresspausen und mehr Kauanschläge entstehen
  • sehr resistent gegen Verbiss

Nachteile

  • teuer
  • stabile Befestigungmöglichkeiten müssen vorhanden oder gebaut werden
  • zum Auf- und Abhängen braucht man einen Seilzug – andernfalls alleine nur schwer zu bewältigen
  • nur bedingt für den Inneneinsatz geeignet, da die Systeme sehr groß sind und viel Platz einnehmen

Rundballenfütterung – Heu ad libitum

Da sich für die Heufütterung im Außenbereich inzwischen vielfach Rundballen etabliert haben, muss man sich auch hier Gedanken mach, wie man ohne große Verluste füttern kann. Denn trotz Heuraufen zerfleddern Pferde die Rundballen gerne in ihre einzelnen Bestandteile und verteilen diese anschließend über Paddock oder Koppel.

Pferdefütterung mit Heunetzen
Rundballenfütterung ist definitiv besser als strenge Rationierung, erhöht aber den Ausschuss

Gegen diese Verluste und den Mehraufwand der Reinigung rund um die Raufe kann man mehrere Varianten in Betracht ziehen. Allerdings muss man bedenken, dass diese Methoden nun nicht mehr zwangsläufig von einer Person ausgeführt werden können, sondern unter Umständen Hilfe durch eine zweite Person erfordern.

Glücklich ist hier, wer als Stallbetreiber oder Selbstversorger einen Radlader oder kleinen Trecker zur Verfügung hat – oder jemanden mit einem solchen kennt.

Rundballenfütterung aus der Raufe:

Vorteile

  • in Verbindung mit einem Radlader o.ä. sehr zeitsparend und praktisch
  • Heu ad libitum – dadurch kaum Fresspausen und viele Kauanschläge

Nachteile

  • große Heuverluste durch zertrampeltes Heu um die Raufe herum
  • dadurch bedingt auch hoher Reinigungsaufwand in diesem Bereich
  • die Futtermenge kann nur schwer begrenzt werden
  • für Heustauballergiker nicht geeignet

Eine Heuglocke wird idealerweise zu zweit über den Rundballen gestülpt

Wer keine Heuraufe hat, aber dennoch nicht auf den Rundballen verzichten möchte, für den gibt es die sogenannte Heuglocke. Sie besteht aus robustem, wetterbeständigen Kunststoff, hat meist vier Fressöffnungen und wird mithilfe einer oben befestigten Öse und einem Trecker über den Ballen gestülpt. Wahlweise kann man mit etwas Geschick und Übung die Heuglocke auch an den Rundballen über die Kante heranrollen und seitlich überstülpen.

Die Heuglocke schützt den Rundballen größtenteils vor Wind und Regen und hindert die Pferde daran, das Heu sofort zu verteilen. Allerdings besteht auch hier wiederum die Gefahr des Hufehereinsteckens.

Außerdem wird es mit zunehmender Abnahme des Ballens schwieriger, an das Heu zu gelangen. Hier muss man als Besitzer oder Stallbetreiber die Heuglocke durch Drehen wieder besser ausrichten.

Viele Pferde werden sich vermutlich scheuen, den Kopf tief in die Heuglocke zu stecken und damit die Augen und Ohren als wichtige Kommunikationskanäle praktisch zu schließen.

Bei zu vielen Pferden in der Gruppe besteht außerdem das Risiko, dass durch die wenigen Fressöffnungen nicht alle Pferde fressen dürfen. Die rangniederen Tiere haben hier das Nachsehen.

Durch die vergleichsweise großen Öffnungen gelangt auch immer noch eine große Menge Heu nach außen auf den Boden und wird dann nicht mehr gefressen. Dennoch ist eine Heuglocke – gerade bei einer kleinen Gruppe und der fehlenden Möglichkeit, den Ballen trocken unterzustellen – eine großartige Alternative, um den Rundballen zu schützen.

Heuglocke:

Vorteile

  • Heu ist vor der Witterung geschützt
  • trotzdem Heu ad libitum
  • relativ geschützt vor Verbiss
  • auch ohne Raufe ist Rundballenfütterung möglich

Nachteile

  • die Heuglocke ist alleine nur mit Mühe und viel Übung handelbar
  • manche Pferde scheuen sich, den Kopf tiefer in die Glocke zu stecken
  • bei vielen Pferden kommen nicht alle ans Heu
  • es kann durch herauszupfen des HEus zu Verlusten kommen

Das Netz, das nach dem Pressen um den Rundballen gewickelt ist, ist KEIN Heunetzersatz

Wovon man übrigens dringend absehen sollte – leider sieht man es auf vielen Weiden trotzdem – ist das Abstellen des Rundballens ohne das Entfernen des Netzes, das ihn nach dem Pressen umgibt.

Fälschlicherweise wird von vielen Pferdebesitzern angenommen, dass dieses die Funktion eines Heunetzes übernehmen kann.

KEIN Heunetzersatz, da die Hufe hängenbleiben können, wenn das Netz sich ablöst
Hier ist das Netz vom Pressen am Rundballen verblieben – eine Gefahr für die Pferde

Leider ist dem nicht so.

Das Netz, das den Ballen direkt nach dem Pressen umgibt, ist weder richtig befestigt – es ist nur offen herumgewickelt – noch ist es so stabil, dass das Heu hindurchgezupft werden könnte.

Im Gegenteil: Das feine, aber extremreißfeste Netz kann sich im schlimmsten Fall um die Beine der Pferde schlingen, wenn es in Teilen vom Ballen abgezogen wurde, oder von unerfahrenen Tieren in Teilen mitgefressen werden. Beides wäre absolut ungünstig und kann schlimmstenfalls tödlich fürs Pferd enden.

Verheddern sich die Beine erst einmal in den feinen Maschen, kommt das Pferd alleine nicht mehr frei.

Entferne also immer das Netz um den Rundballen vollständig, bevor du die Pferde von dem Ballen fressen lässt.
Wickelnetz des Rundballens:

Vorteile

  • absolut keine

Nachteile

  • hohes Verletzungsrisiko
  • Gefahr für Hufe, Beine, etc. durch Verwickeln und Hängenbleiben
  • Teile des Netzes können mitgefressen werden und Koliken auslösen

Es gibt extra Heunetze speziell für Rundballen

Als Alternative – denn den Grundgedanken des Netzes um den Ballen als Schutz kann man schließlich verstehen – gibt es spezielle Netze, die genau diese Aufgabe übernehmen, aber deutlich gefahrloser für die Pferde sind.

Spezielle Netze für Rundballen vermindern den Verlust des Heus

Meist aus dem gleichen Material, wie unsere klassischen Heunetze, gibt es entweder tuchförmige Netze oder aber welche, die wie ein riesiger Sack über den Rundballen gestülpt und unten zugezogen werden. Solche Netze sind übrigens nicht nur empfehlenswert, wenn der Ballen frei auf Paddock oder Weide stehen soll, sondern auch für die in der Raufe befindlichen.

Da Pferde auch hier das Heu gerne verteilen und danach nicht mehr vom Boden fressen, kann ein solches Netz ganz schnell erheblich Kosten einsparen. Außerdem erleichtert es die Arbeit, da nicht mehr so viel Unrat um die Raufe entfernt werden muss. Auch wenn die Montage – gerade alleine – mitunter etwas knifflig ist, sind die Vorteile enorm.

Nagende Pferde verkürzen die Lebensdauer eines Heunetzes enorm

Man muss nur aufpassen, wenn man ein – wie weiter oben beschriebenes – Nagetier in der Herde hat. Dann ist die Lebenserwartung des Netzes ähnlich eines konventionellen Heunetzes eher geringer anzusiedeln.

Pferde fressen Heu durchs Heunetz
Diese drei haben schon Löcher ins Heunetz genagt – es musste auch schon geflickt werden….

Achten sollte man auch bei dieser Form der Rundballennetze auf die gleichen Dinge wie bei den normalen Heunetzen: Maschengröße und Hufgröße der Herdenmitglieder, Maschengröße und Fressmotivation, sowie die sichere Befestigung.

Heunetze für Rundballen:

Vorteile

  • Heu ad libitum
  • kann freistehend oder in der Raufe verwendet werden
  • minimiert die Heuverluste enorm
  • alle Pferde aus der Gruppe kommen an den Ballen

Nachteile

  • nicht geschützt vor Verbiss
  • geringes, aber vorhandenes Risiko, mit den Hufen oder Eisen hängenzubleiben
  • alleine etwas mühselig anzubringen

Mit Heu gefüllte Futterbälle wecken den Spieltrieb

Eine weitere Alternative ließe sich noch in Futterbällen finden.

Diese werden entweder aufgehängt oder liegen frei auf dem Boden. Entweder in ganz rund mit mehreren Öffnungen oder als Polygone mit abgeflachten Seiten gegen Wegrollen. Je nach Modell sollte man seine Pferde aber nicht unbedingt unbeaufsichtigt mit solchen Produkten spielen lassen.

Die Hersteller werben zwar mit der wunderbaren Mischung aus Fütterung und Spielen, doch das ganze sollte kritisch hinterfragt werden.

Im Außenbereich landet schnell Schmutz in den Öffnungen und der Pferdebesitzer muss hinterher auf die Suche nach dem Ball gehen. Mitunter kommt das Heu auch nur bedingt gut aus den Öffnungen, da diese klein genug sein müssen, dass kein Huf darin stecken bleibt.

Als Beschäftigung unter Aufsicht sind solche Futterbälle sicherlich geeignet. Bei den Modellen zum Aufhängen sind die Fressöffnungen jedoch auch sehr groß, sodass viel Heu einfach herausfällt.

Futterbälle:

Vorteile

  • beschäftigen das Pferd
  • für Pferde, die nicht zu viel Heu haben sollen, eine prima Lösung

Nachteile

  • bei ungünstig gewählter Lochgröße können Hufe im Ball feststecken
  • trotz bruchfestem Material kann es zu Splitterungen kommen
  • beim Einsatz im Freien sammelt sich Schmutz in den Löchern
  • kommt das Pferd nciht leicht an das Heu, kommt schnell Frustration auf

Für die Benutzung der Heunetze wird noch Zubehör benötigt

Nachdem wir die unterschiedlichen Modelle nun beschrieben haben und Sie einen Überblick gewinnen konnten, müssen wir uns jetzt Gedanken um das möglicherweise benötigte Zubehör machen.

Denn die Slowfeedingsysteme – die außerdem die Gefahr von Koliken senken können – müssen ja sowohl sicher aufgehängt oder befestigt, als auch regelmäßig befüllt werden.

Hierbei zeigen sich sowohl Unterschiede, als auch Gemeinsamkeiten der Modelle in der Handhabung.

Beginnen wir mit der Befüllung.

Klassische Heunetze können einen bei der Befüllung an den Rand des Wahnsinns treiben

Wer regelmäßig die klassische Form der Heunetze befüllt, dem läuft je nach Modell und Übung ein kalter Schauer den Rücken herunter.

Mitunter ist das Befüllen nämlich mehr ein Krampf, als alles andere – gerade für eine Einzelperson. Da klappt das Netz zusammen, das Heu fällt an der Seite vorbei und eigentlich hat man mindestens drei Hände und Arme zu wenig.

Glücklicherweise gibt es Abhilfe.

Mit Befüllern für Heunetze kann man sich die Arbeit um ein Vielfaches erleichtern. Diese gibt es entweder zum Montieren an der Wand oder aber mit Füßen zum freien Aufstellen.

Füllhilfen schaffen da Abhilfe gegen den Frust

Sie sehen aus, wie Basketballkörbe ohne Netz, in die das Heunetz eingehängt werden kann.

So kann man mit beiden Händen das Heu einfüllen, ohne dass etwas danebenfällt. Sollten also Heunetze in Ihrem Stall nun häufiger zum Einsatz kommen, lohnt sich diese Investition auf jeden Fall.

Hersteller werben mit leicht befüllbaren Heunetzen

Es gibt auch Heunetze mit stabilerem Rand, die das Befüllen erleichtern sollen. Wer keinen Platz für einen Befüller hat, dem ist damit vielleicht schon etwas geholfen.

Im Gegensatz dazu lassen sich Heusäcke oder -taschen aufgrund ihrer größeren Stabilität auch deutlich leichter befüllen. Gerade Einzelpersonen haben hier nicht so große Probleme. Dennoch bedarf es etwas Übung, damit einem die Seiten nicht beim Einfüllen des Heus zusammenklappen.

Slowfeedernetze werden direkt an die Wand montiert

Slowfeedernetze, die an der Wand befestigt sind, sind schon etwas trickreicher zu befüllen.

Man muss zunächst die Menge an Heu, die das Pferd haben soll, irgendwie zur Box bekommen. Ob man dafür die Schubkarre nimmt oder mit kleinen Heuballen durch die Gegend läuft, hängt von den jeweiligen Möglichkeiten im Stall ab.

Viele Slowfeeder für die Wand haben eine Art Holzscheit mit eingefrästen Nuten. Diese werden so an das Netz geklemmt, dass es offen stehen bleibt und leichter zu befüllen ist. Dennoch benötigt man hierfür etwas Geschick und Übung.

Beachten sollte man bei der Anbringung auch: Ist das Netz oben zu weit offen, wird das Befüllen zwar leichter, aber die Pferde werden mehr die Möglichkeit nutzen, das Heu von oben auf gleichem Wege wieder herauszuholen.

Slowfeeder Heunetz vom Appaloosa zweckentfremdet
Warum die kleinen Maschen nehmen, wenn man durch die große Öffnung viel besser ans Heu kommt?

Das Heutoy und den Heuspender Comfort nimmt man zum Befüllen ab

Sowohl das Heutoy als auch der Heuspender Comfort werden von ihrer Halterung abgenommen, um dann ganz bequem von oben durch die formstabile Öffnung befüllt zu werden – von der Handhabung hier sicherlich die besten Produkte.

Allerdings müssen die beiden dann hinterher auch wieder aufgehängt werden, was mitunter wegen des Gewichts nicht so einfach ist. Aber das Auffüllen gelingt nahezu mühelos.

Heubälle haben große Öffnungen zum Befüllen

Die Heubälle haben allesamt große, starre Öffnungen, durch die das Befüllen auch leicht von der Hand geht.

Die angesprochenen Lösungen für die Rundballen sind weniger mit Befüllen, als mit Überstülpen und Befestigen zu beschreiben. Man kann schließlich nicht einfach einen Rundballen nehmen und ihn in ein Netz stecken – außer man heißt Pipi Langstrumpf. Also benötigt man hier im Idealfall Helfer und Gerätschaften.

Ob man die Netze nur mit einer Schnur oder Bodenheringen befestigt – bei freistehenden Ballen – kommt auch auf die Vorlieben der Herde an. In der Raufe kann man Befestigungshaken anbringen und das Netz festspannen.

Zur Ermittlung der idealen Heumenge sind Federwaagen sehr praktisch

Um die richtige Menge der Befüllung festzustellen, haben sich im Stallalltag neben eigener Erfahrungswerte übrigens Feder- oder Kofferwaagen etabliert.

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Diese kleinen Helfer passen beinahe in jede Tasche und geben exakten Aufschluss über die Menge, die verfüttert wird. Wer sich also sicher sein will, wieviel Heu ins Heunetz wandert, der überprüft rasch mit der Federwaage, bis sich ein Gefühl für die Menge eingestellt hat.

Aber wie befestigt man nun Heunetze und Co. jetzt am besten?

Für die Aufhängung von Heunetzen kann man leider nur ganz bedingt pauschale Aussagen treffen.

Sie hängt immer mit der Beschaffenheit des Stalles oder der Außenanlagen ab.

Slowfood für Pferde
Heunetz mit der Schnur an einem Haken im Balken befestigt

Dennoch möchten wir ein paar Systeme zur Befestigung vorstellen, damit man einen Eindruck bekommt, welche Möglichkeiten es gibt.

Die klassischste Variante für normale Heunetze ist sicherlich die beigefügte Schnur in Kombination mit einem Karabinerhaken.

Diese kostengünstige Variante funktioniert allerdings nur gut, wenn man etwas hat, wo man die Schnur herumwickeln kann – ein stabiler Balken, das Boxengitter, ein Baum, der Zaun oder was sonst so da ist.

Achten sollte man hier allerdings unbedingt auf die Höhe, in der das Netz angebracht wird und ob es komplett freischwingend oder mit Kontakt zur Wand aufgehängt wird.

Bodennah ist die physiologische Fresshöhe des Pferdes

Die ideale Höhe ist – wie weiter oben beschrieben – am besten so tief wie möglich. Muss das Pferd beim Fressen einen Giraffenhals machen, ist dies für die Halsmuskulatur eine unnötige Belastung. Da bei der zu tiefen Anbringung wieder die Gefahr des Festhakens der Hufe besteht, ist wohl das Buggelenk als optimale Durchschnittshöhe zu empfehlen.

Diese Höhe gilt übrigens für die meisten Systeme, außer für das Slowfeedernetz für die Wand. Dieses kann gegebenenfalls auch etwas tiefer aufgehängt werden.

Steht einem kein Balken zur Verfügung, um das man das Seil des Heunetzes mit einem Karabiner befestigen kann, so kann man sich einen Haken in die Wand bohren. Hier gibt es diverse Hersteller, die Lösungen anbieten, in die das Heunetz direkt eingehängt werden kann.

Das gleiche gilt auch für die Anbringung der Heusäcke und Heubälle.

Ein Wirbel zwischen Seil und Karabiner verhindert Verdrehungen

Wer möchte, dass die Seile zum Aufhängen etwas länger halten, dem kann man einen Metallwirbel gegen Verdrehen ans Herz legen. Je schwerer das Netz oder der Behälter wird, desto angenehmer verhält sich die Aufhängung mit einem solchen Wirbel.

Slowfeedernetze für die Wand benötigen als einziges System keinen Wirbel zum Aufhängen. Hier sollte man auf stabile Haken oder sogar einen Rahmen setzen, der fest mit der Wand verschraubt wird. Auch sollte das Netz relativ stramm und nicht zu lasch hängen, damit es nicht durchhängt.

Für die gewichtigeren Systeme, wie das Heutoy und den Heuspender Comfort, empfehlen die Hersteller auf jeden Fall Stahlwirbel und am besten sogar einen Flaschenzug zum unkomplizierten Auf- und Abhängen.

Heutoy und Heuspender Comfort können mit dem richtigen Zubehör zur Fütterungsanlage werden

Wer sehr viel Platz hat, kann für beide Systeme ganze Gestelle für den Außenbereich erwerben, in denen die Behälter aufgehängt werden können. Manche funktionieren sogar wie ein Karussell fürs Heu und bewegen die Pferde fast wie eine Führmaschine. Solche Lösungen benötigen aber viel Platz.

Dennoch sind sie für die artgerechte Fütterung inklusive dazugehöriger Bewegung sicherlich ein Meilenstein.

Wie man sieht, gibt es inzwischen eine ganze Reihe von Slowfeedersystemen, die bestrebt sind, die natürliche und artgerechte Pferdefütterung in physiologischer Haltung und ohne lange Fresspausen zu gewährleisten.

Für jede räumliche Gegebenheit und jeden Geldbeutel sollte wohl etwas dabei sein.

Es kann also recht einfach sein, etwas für die Gesundheit und gegen die Langeweile im Stall zu unternehmen.

Artgerechte Pferdefütterung ist gar nicht so schwer!

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